YouTube nun auf der Suche nach Werbekunden

Google scheint nun endgültig zum Punkt gelangt zu sein, mit seinem Videoportal YouTube auch Geld machen zu wollen. Aus diesem Grund werden nun Werbekunden für YouTube gesucht. In den USA und Großbritannien hat bereits eine Testphase des neuen Werbemodells begonnen. Nun sollen auch in Deutschland so genannte Pre-Roll-Ads getestet werden.

In einem aktuellen Bericht der Financial Times Deutschland wird von Googles „Kampf um Werbekunden“ berichtet. Bekanntlich hat YouTube mit Millionenverlusten zu kämpfen. Um diese ausgleichen zu können möchte YouTube nun Werbeclips vor den eigentlichen Videos auf der Plattform schalten. In einer Presseerklärung von Google kann man nachlesen, dass es sich dabei um 15sekundige Spots handeln solle, die vor Videos geschaltet werden sollen und darüber hinaus von den Nutzern nicht übersprungen werden können. Derzeit bleiben die Tests allerdings auf die Channels begrenzt, also die Kanäle, die von kommerziellen Anbietern genutzt werden. In Deutschland sind dies beispielsweise Euronews, SportFive, DMAX und Autobild.

Laut der Financial Times Deutschland soll die Resonanz im Moment allerdings noch ziemlich gering sein. Im Gegensatz dazu stellt Google vier Werbekunden vor, die für den Testlauf gefunden wurden. Darunter befinden sich pilot, mobile.de, klarmobil und die Müller-Gruppe. Warum die Resonanz derzeit noch gering ist, lässt sich ziemlich einfach erklären: Viele potentielle Werbekunden versprechen sich keinen großen Umsatzanstieg durch die Platzierung von Werbeclips, die Amateurvideos vorgeschaltet werden. Hinzu kommt, dass es auf YouTube nur wenige professionelle Inhalte gibt.

YouTube seinerseits sieht die ganze Sache etwas anders: das Videoportal sieht Erfolgspotentiale sowohl für sich selbst, als auch für Kunden. Durch die Clip-Werbung könne man es den Werbetreibenden ermöglichen, ihre Spots in einem Umfeld zu präsentieren, das gleichzeitig professionell ist. Ein weiterer Erfolgsfaktor aus der Sicht YouTubes ist die große Anzahl an Besuchern, die das Videoportal jedes Monat verzeichnen kann.

Bei all der Zuversicht, hat YouTube bisher allerdings noch keine Zahlen für die Testphasen in den USA und Großbritannien veröffentlicht.

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