Wer hat Angst vor Wolfram Alpha?
…anscheinend niemand geringeres als der Suchmaschinenprimus Google selbst. Stephen Wolfram hat nämlich endlich seine Suchmaschine Wolfram Alpha der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt und zwar an der im Berkman Center for Internet & Society an der Harvard Universität. Dort bezeichnet Wolfram seine Suchmaschine als „Computational Knowledge Engine“ und betont, dass seine Suchmaschine anders, als die Allzweck-Volltextsuche (wie beispielsweise Google) funktioniere. Bei Wolfram Alpha ginge es in erster Linie darum, systematisch aufbereitete Datenquellen zu verwenden. Viele dieser Datenquellen seien zudem im Internet nicht verfügbar, werden aber für die Zwecke von Wolfram Alpha extra aufbereitet. Des Weiteren bestünde bei Wolfram Alpha die Antwort auf eine Suchanfrage nicht aus vielen Ergebnisseiten, wo sich der User die Antwort dann selbstständig mit viel Mühe zusammensuchen muss, sondern schlicht und einfach aus einer Antwort, wie sie einem jemand gegeben hätte, der bestens über die gestellte Frage Bescheid wüsste.
Zu Veranschaulichung der Funktionsweise von Wolfram Alpha, stellte Stephen Alpha die Suchanfrage, welche Temperatur denn gerade in Lexington, Massachusetts sei. Als Antwort kam von Wolfram Alpha ein Verlauf der Temperaturen der vergangenen Tage, zusammen mit der aktuellen und einer Vorhersage der kommenden Tage. Einziges Manko dieser Präsentation ist, dass die Suche nicht an einem Bildschirm mitverfolgt werden konnte. Darüber hinaus ist die Suchmaschine für die Öffentlichkeit immer noch nicht freigegeben, was also heißt, dass man sie nicht testen kann. Doch bereits in einigen Wochen will Stephen Alpha seine Suchmaschine an den Start schicken.
Ziemlich beeindruckt dürfte die erste Vorführung der „Supersuchmaschine“ Google haben. Denn erstaunlicherweise wurde am selben Tag, als die Vorführung von Wolfram Alpha stattfand, ein neues Feature bei Google vorgestellt. Diese hat keinen Namen, ermöglicht es den Usern aber auf öffentlich verfügbare Daten zuzugreifen und diese können in weiterer Folge graphisch aufbereitet werden. Zu diesen Daten zählen zum Beispiel die Zahl der Arbeitslosen, Statistiken zum CO2-Ausstoß, oder aber Schulabschlüsse. Die Daten, die hierfür verwendet werden stammen laut Google vom U.S. Census Bureau’s Population Division und dem amerikanischen Bureau of Labor Statistics.
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