Überforderte Suchmaschinen?
Auf der SMX, der Search Marketing Expo, die dieser Tage in München stattfand, hielt Stefan Weitz einen Vortrag zum Thema „Suchmaschinen“. Stefan Weitz ist Director der Live Search bei Microsoft. In seinem Vortrag fordert er, dass Suchmaschinen User bessere Suchmöglichkeiten verdient hätten und das obwohl 65 Prozent der Suchmaschinen Nutzer mit dem Angebot der Suchmaschinen zufrieden sind. Das Erstaunliche an der ganzen Sache sei, dass derart viele User zufrieden sind, obwohl nur rund ein Viertel der Suchanfragen auch erfolgreiche Ergebnisse liefern können. Auswertungen der Live Search haben zusätzlich ergeben, dass die Hälfte der Suchanfragen wiederholt wird. Nichtsdestotrotz vertrauen Internet User nach wie vor vor allem auf Suchmaschinen, wenn es darum geht eine Kaufentscheidung im Internet zu treffen.
Die häufig doppelt gestellten Suchanfragen seien für Weitz ein Indiz dafür, dass die Suchenden im Allgemeinen mit den Suchmaschinen zwar zufrieden sein mögen, die Qualität der Ergebnisse teilweise aber zu wünschen übrig ließe.
Dieses Paradoxon ließe sich, so Weitz weiter, nur damit erklären, dass die „Suchbedingungen und –ergebnisse“ vor der Entwicklung der Suchmaschinen, wie wir sie heute kennen, noch schlechter war.
In diesem Zusammenhang stellt Weitz dann auch drei Thesen auf. Die erste lautet, dass die Suchmaschinen nicht dazu entwickelt worden sind, damit Menschen bei ihren Kaufentscheidungen unterstützt werden. Nach seiner zweiten These wären die heutigen Suchmaschinen mit der Komplexität von Suchanfragen, die aus mehreren Suchbegriffen bestehen, überfordert. Die letzte These lautet, dass das Interface aufgrund der unsortierten Darstellung nicht für derartig komplexe Suchanfragen konzipiert sei.
Weitz beschließt mit der Forderung, dass Ergebnisse künftig besser werden müssen. Das impliziere, dass die Ergebnisse in Tools und Kategorie präsentiert werden, was eine leichtere Handhabung für die User ermögliche.
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