Überraschung – Yahoo! kann Gewinn verdreifachen

Mehr Gewinn

Mit Hilfe von Kosteneinsparungen und dem Verkauf von Teilen seines Geschäfts ist es dem Suchmaschinenkonzern Yahoo! gelungen, den Gewinn für das dritte Quartal zu verdreifachen, wie am Dienstag bekannt wurde. Zwar ging auch der Umsatz leicht auf 1,13 Mrd. US-Dollar zurück, war somit allerdings dennoch höher, als sich die meisten Experten erwartet hätten.

Gegenüber der Nachrichten Agentur Reuters spricht Tim Morse – Finanzchef bei Yahoo! – davon, dass sich die Märkte nun wieder stabilisieren würden. So würden auch die wichtigsten Kunden für Anzeigenwerbung wieder mehr Geld investieren.

Nicht verwunderlich ist somit also auch, dass die Aktie von Yahoo! nachbörslich noch um ganze fünf Prozent zulegen konnte.

Die Zahlen im Detail

Yahoo! konnte im vergangen Quartal rund 187,8 Mio. US-Dollar netto einnehmen, was derzeit etwa 125,4 Mio. Euro entspricht. Beachtlich, wenn man diesen Betrag mit der Vorjahresfrist von 54,3 Mio. US-Dollar vergleicht. Umgerechnet auf den Wert pro Aktie, entspricht dies einem Wert von 13 Cent. Analysten waren davon ausgegangen, dass es Yahoo! auf maximal sieben Cent schaffen wurde.

Yahoo! selbst gab an, dass der Verkauf seiner Beteiligungen an Alibaba (einer chinesischen Onlinehandelsplattform) allein vier Cent des Ergebnisses ausmache.

Der bereinigte Umsatz betrug nach 1,33 Mrd. US-Dollar im Vorjahreszeitraum 1,13 Mrd. US-Dollar und war somit leicht rückläufig. Yahoo! geht davon aus, dass der Konzern im laufenden Quartal steigern könne und sich dieser zwischen 1,17 Mrd. und 1,26 Mrd. US-Dollar bewegen werde.

Konzernumbau

Seitdem Anfang des Jahres Carol Bartz die Führung des angeschlagenen Suchmaschinenkonzerns übernommen hatte, wurde das Yahoo! umstrukturiert, was beispielsweise auch einen fünfprozentigen Mitarbeiterabbau zur Folge hatte. Darüber hinaus trennte man sich von Geschäftsteilen, die nicht so funktionierten, wie man sich das erwartet hatte. Zudem wurde Ende Juli eine Vereinbarung für eine Zusammenarbeit zwischen Microsoft und Yahoo! beschlossen, um gegen Google besser ankämpfen zu können. Diese Vereinbarung ist allerdings noch nicht unter Dach und Fach, weil diese immer noch von den US-amerikanischen und den europäischen Wettbewerbsbehörden geprüft wird.

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