Google will das Internet schneller machen

Schnelleres Internet

Er kürzlich wurde bekannt, dass der Suchmaschinenprimus eine eigene Programmiersprache an den Start bringen will, die die Vorteile der gängigen Sprachen vereint. Damit will Google nicht zuletzt die Performance seiner Datencenter verbessern.

Wie es aussieht ist dies für Google allerdings erst der Anfang, um das Internet noch schneller zu machen. Nachdem zum schnelleren Surfen bereits ein eigener Browser beigesteuert wurde – Google Chorme – soll nun auch die Web Kommunikation beschleunigt werden.

HTTP Optimierung

Mit der Hilfe von SPDY (was wie „speedy“ ausgesprochen wird) soll nun das Hypertext Transfer Protocol (auch unter http bekannt) optimiert werden. HTTP ist heutzutage bekanntlich für die Kommunikation zwischen Web Servern und Clients zuständig. Die Anforderungen in diesem Bereich haben sich bekanntlich im Laufe der Zeit verändert, zumal immer mehr Daten gleichzeitig übertragen werden.

Verwendung von SSL

Soweit bislang bekannt wurde, soll SPDY zwar auch sogenannte HTTP Header und Methoden verwenden, andere zentrale Teile wie etwa die Verbindungsaufnahme oder aber den Transfer will man umgestalten. In diesem Zusammenhang sollen alle Anfragen in eine SSL verschlüsselte Session zwischen Client und Server verpacht werden, wodurch der Overhead durch Komprimierung weiter minimiert werden soll.

Durch den Einsatz von SSL wird zwar die Latenz etwas erhöht werden, was Google aber bereit ist zu „opfern“. Die verschlüsselte Übertragung von Daten ist für Google nämlich unabdingbar in Zukunft, weshalb man bei der Entwicklung gerne diesen kleinen Nachteil in Kauf nimmt.

Trotz der guten Absichten könnte dieser kleine Nachteil eine große Hürde werden. Der benötigte CPU Aufwand erhöht sich in weiterer Folge nämlich nicht nur beim Client, sondern auch beim Server. Problematisch dürfte dies vor allem dann, werden, wenn man von einem Smartphone als Client spricht. Smartphones besitzen bekanntlich nur eine begrenzte CPU Kapazität.

Vorteil: Beschleunigung

Gegenüber dem erklärten Nachteil, soll aber der Vorteil der Beschleunigung im Zentrum des Interesses stehen. Die Übertragungsgeschwindigkeiten, die mit SPDY erreicht werden konnten, sollen 55 Prozent höher gewesen sein – das zumindest meint Google in eigenen Tests herausgefunden zu haben. Um den Test durchführen zu können, wurden die weltweit Top 25 der am meisten besuchten Webseiten herangezogen.

Um SPDY auch real nutzen zu können, wäre es nötig, dass das Protokoll sowohl in Browsern als auch auf Servern unterstützt wird. Um dies zu erreichen möchte Google nun sogenannte Referenz Implementationen als Open Source zur Verfügung stellen. Für den hauseigenen Browser ist der besagte Code bereits erhältlich. Darüber hinaus soll demnächst auch ein Server mit SPDY Unterstützung folgen.

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