„Das ist ein guter Tag für das Urheberrecht“

Urheberrecht

Diesen Satz hörte man kürzlich von Gottfried Honnefelder, dem Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Das von vielen Seiten kritisierte Google Book Settlement, welches in den Vereinigten Staaten eine Regelung für die Nutzung von Millionen eingescannter Bücher durch Google schaffen soll, wurde nun nämlich in der jetzigen Form zurückgenommen. Die US-amerikanischen Verleger- und Autorenverbände wollen das Settlement nun grundlegend überarbeiten, nachdem es internationale Kritik hagelte.

Google hatte in der Vergangenheit auch Bücher eingescannt, bei denen sich das Unternehmen erst im Nachhinein um die Urheberrechte gekümmert hatte. Daraufhin brach ein Rechtsstreit mit den US-amerikanischen Verleger- und Autorenverbänden los, welches in zu einem Settlement führte, welches nun am 7. Oktober vor einem amerikanischen Gericht abgesegnet werden sollte. In dieser Vereinbarung war vorgesehen, dass Google durch eine einmalige Zahlung von 125 Mio. US-Dollar (circa 84,5 Mio. Euro) die Scans in den USA trotzdem nützen darf.

Vor allem in Europa stieß dies auf Empörung und so wurde immer mehr Kritik laut, weshalb das US-Justizministerium das Gericht nun dazu aufrief, die getroffene Vereinbarung abzulehnen. Zudem forderte das Ministerium sowohl Google als auch die Buchbranche dazu auf, mehr auf die Einwände der Autoren und Verleger aus dem Ausland einzugehen. Darüber hinaus soll auch ein Zugang zu den Büchern für die Wettbewerber geschaffen werden, um ein Monopol verhindern zu können.

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